WAS WURDE EIGENTLICH AUS…FRUCHTSÄUREPEELINGS? – *KONSUMKAISER*


Trotz Vitamin-A-Säure (Tretinoin) verwende ich zusätzlich einmal in der Woche auch gerne Fruchtsäurepeelings. Dabei habe ich schon viele Produkte kommen und gehen sehen, nur wenige taugen zum echten „Lieblingsprodukt“.

 

 

Ja, ich verwende weiter eifrig mein Tretinoin (Retirides 0,5%), aber manchmal fährt man mit den Fingerspitzen über die Haut (zB. oben an der Stirn) und fühlt unverhofft sehr raue Stellen. Meist ein Zeichen dafür, dass sich eine Menge der obersten, abgestorbenen Hautschüppchen angesammelt hat.

Die kann man entfernen, keine Angst, auch bei Tretinoin-Gebrauch wird die Haut nicht dünner, sondern mit der Zeit sogar etwas dicker, und somit wird bei verantwortungsvoll eingesetzten Peeling auch nicht die Haut empfindlicher.

Auch wenn ich manchmal mechanische Peelings durchaus mag (das Hautfeedback ist da einfach unnachahmlich), so sind sanfte chemische Peelings doch meist schonender. Übrigens, nicht verwirren lassen, bei Fruchtsäuren bitte nicht gleich frisch gepressten Zitronensaft auf die Haut schütten. Das wäre echt zu harsch, intelligente Produkte haben einen korrekt eingestellten Säureanteil und pH-Wert, und sie schonen die Haut weitestgehend durch zugesetzte beruhigende Actives.

 

Ich persönlich mag den Effekt von AHAs (Alpha Hydroxy Acids) einfach sehr gern, denn man sieht schnelle und beeindruckende Ergebnisse, die Haut wird zusätzlich noch besser durchfeuchtet, und das Hautbild wirkt schnell wieder klarer.

Bei wirklich sensibler Haut empfehlen sich natürlich besonders sanfte Säuren, wie zB. die Mandelsäure, die auch nicht so tief in die Haut eindringen kann. Oder man greift gleich zu PHAs (Poly Hydroxy Acids), die auch bei Rosazea einsetzbar sein können, ähnlich wie die Azelainsäure. Für alle Peelings gilt dabei: UV-Schutz benutzen, damit Pigmentflecken keine Chance haben.

 

Komischerweise habe ich mittlerweile so viele dieser Peelingprodukte benutzt, doch nur eine kleine Handvoll hat mich dann doch nachhaltig überzeugt. Dabei komme ich immer wieder zu den selben Produkten zurück, so treu bin ich bei anderen Produktgattungen nur selten.

Mittlerweile kommen ja auch immer mehr K-Beauty Säure- und Retinolprodukte auf den Markt, doch die haben den Zauber auf mich gänzlich verloren, da die Unüberschaubarkeit der vielen Produkte auf mich eher abschreckend wirkt, und die Produkte, die ich ausprobiert habe, konnten keinen guten Eindruck bei mir hinterlassen.

Irgendwie wirkten so viele Säureprodukte (also egal aus welchen Ländern) irgendwie uninspiriert und wenig wirksam auf mich. Entweder fand man doch austrocknenden Alkohol, zu viele Duftstoffe oder andere Actives mit denen meine Haut nicht gerne zusammenarbeitet.

Hier kommt eine kleine Aufzählung von Säurepeelings, die ich auch heute noch (nach vielen Jahren) weiterhin benutze und nachkaufe:

 

Mein erstes Mandelsäurepeeling war das Face Serum von HighDroxy. Eine wirklich gute Empfehlung für eher sensible Haut. Leider verzichte ich seit letzter Zeit auf den Inhaltsstoff Niacinamid, weil meine Haut darauf scheinbar ungut reagiert, und eben dieser Stoff ist auch im neu formulierten Face Serum weiterhin enthalten.

 

Daher steht noch ein Fläschchen bei mir im Bad, ich nutze es aber nicht mehr. Bei meiner eher unsensiblen und an Säuren gewöhnten Haut ist das aber auch nicht unbedingt nötig. Trotzdem bleibt es empfehlenswert, wenngleich preislich gesehen kein Schnäppchen. Im Gegensatz zu sehr vielen anderen Mandelsäureprodukten (ich musste da Sachen erleben, brrr) bekommt man hier aber ein Qualitätsprodukt, auf das man vertrauen kann.

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Für mich kommen durchaus stärkere Produkte in Frage, auch weil Männerhaut meist dicker und unempfindlicher ist, und durch die Gewöhnung kann man auch bei entsprechender Haut und Vorsicht die Dosis der Säuren erhöhen. Ein weiterer Faktor für die Effektivität eines Säurepeelings kann auch der eingestellte pH-Wert sein. Je niedriger (< 4), desto mehr freie Säure gelangt in die Haut, aber auch „aggressiver“ kann es werden.

 

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Wenn es um die Wirksamkeit, und nicht nur um die perfekte Formulierung geht, kann ich viele, viele Produkte von Neostrata empfehlen. Da habe ich immer das Gefühl, dass die Produkte tatsächlich funktionieren, „Grip“ haben, und sie einen Effekt zeigen.

Die meisten Produkte sind aber eben doch nicht unbedingt für Säure-Beginners geeignet, ansonsten jedoch eine sichere Bank. Ich komme immer wieder drauf zurück, und ich habe erst letztens die Glycolic Renewal Smoothing Cream mit 10% AHA erneut nachgekauft.

 

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Lotion P50 von Biologique Recherche ist mein absoluter Klassiker. Ja, es stinkt nach Essig und prickelt auch ein wenig auf der Haut, der pH ist ziemlich niedrig. Doch bei kaum einem anderen Produkt erlebe ich direkt nach der ersten Anwendung einen so schönen Glätte-Effekt.

Ich habe bereits mehrfach nachgekauft, dabei ist es ziemlich schwer zu bekommen, und auch recht preisintensiv, was aber bei der geringen Menge Flüssigkeit, die man braucht, nicht so schwer wiegt.

 

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Von Paulas Choice kann man eigentlich viel erwarten. Als Pionierin der Säureprodukte (nach Neostrata) kann man die Firma fast schon bezeichnen, denn hier bekam man sehr früh die verschiedensten Peelings, unterschiedliche Konzentrationen, immer mit weiteren schlau eingesetzten Actives.

Nachdem aber irgendwann einmal das Resist Weekly 10% AHA aus dem Programm ging, war ich meines Lieblingsproduktes beraubt worden. Gut, dass es noch das P50 gibt, das die Lücke prima füllt.

Vom „Weekly“ habe ich mir dereinst noch einige Back-ups bestellt, und nun bin ich bei der letzten Flasche angelangt.

Als Nachfolger gilt das „Resist Advanced Smoothing Treatment 10% AHA“, das allerdings in meinen Augen seltsamerweise nicht an das „Weekly“ heranreicht. Ähnlich sieht es bei den vielen weiteren Säureprodukten von PC aus, die mich aus den verschiedensten Gründen einfach nicht mehr überzeugen können.

Meist liegt es an einer irgendwie seltsamen Haptik, oder einer komischen Zusammensetzung, auf die ich auch prima verzichten kann (zB. Glitzer im Peeling – als Indikator für bereits benetzte Partien der Haut!).

 

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Ansonsten gibt es noch jede Menge anderer guter Produkt, ich habe sicherlich auch einige vergessen. Trotzdem sind die hier aufgezählten Produkte weiterhin bei mir in Gebrauch, wohingegen eine riesige Menge anderer Produkte in Vergessenheit gerieten, oder in den Untiefen meiner berüchtigten Kosmetikschubladen verschwanden.

Großes Kompliment an meine Dauergäste im Bad, das ist bei meiner Test-Lust schon eine Art Auszeichnung. 🙂

Einen Rückblick auf andere Produktgattungen, und auf die Produkte, die letztendlich geblieben sind, wird es auch demnächst geben. Und da ist sicherlich Hyaluron auch bei Euch ein großes Thema, nicht wahr?

 

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(Fotos: Konsumkaiser, Pixabay. Alle Produkte wurden selbst gekauft, kein Sponsoring.)

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