TRENDBAROMETER * 23.12.2022 – *KONSUMKAISER*


Das KK-Trendbarometer schaut auf die Dinge, die mich in der vergangenen Woche bewegt, belustigt oder erschüttert haben. Ein bunter Mix, unterhaltsam, lustig, manchmal auch nachdenklich…

 

Langsam beginnt ein mulmiges Gefühl…

…in meinem Bauch zu wachsen. Es geht um den Abschied von Deutschland, und all dem, was damit verbunden ist. Es gibt immer mehr Momente, an denen die Augen für einen Augenblick feucht werden.

Das hätte ich nicht gedacht. Ich freue mich auf die neue Lebenssituation, die Aussicht beflügelt mich geradezu. Trotzdem scheint in mir die Melancholie immer wieder leichtes Spiel zu haben. In den letzten Tagen machte sie sich bemerkbar, hier und da, plötzlich und gänzlich unverhofft.

Nun sieht man sein Umfeld ganz anders, die Menschen, mit denen man zu tun hat ebenfalls. Bekannte, Freunde, alle lässt man ja irgendwie zurück, auch wenn man weiterhin auf dem Planeten Erde weilt, und die Kanaren nun wirklich nicht soo weit weg sind.

Hier im Blog gab es ja auch Kommentare, dass es sich komisch anfühle, und in der Tat, es ist eine Gefühlslage, die ich bislang noch nie zu spüren bekommen habe. Vielleicht versteht das auch wirklich nur jemand, der diesen Schritt auch schon einmal gegangen ist? Ich weiß es nicht, aber es verstört mich leicht.

Natürlich ist es anders, wenn man sich bloß auf eine schöne Urlaubsreise freut. Das ist sowieso das berüchtigste Fettnäpfchen überhaupt, man lebt sein Leben weiter, das hat nichts mit Urlaub zu tun. Es wird gearbeitet (wahrscheinlich umfangreicher und härter als hier), man hat Verantwortung, und natürlich möchte man auch tunlichst nicht scheitern.

Die Statistik ist da leider gegen mich (uns, die Auswandernden überhaupt). Der größte Teil der Menschen, die Deutschland den Rücken gekehrt haben, kehrt irgendwann wieder zurück. Ob gescheitert oder nicht, die Verwurzelung mit der Heimat scheint doch oftmals unterschätzt zu werden. Vielleicht liegt es aber auch an mangelnder Integration, sodass man sich nach dem „Umzug“ nie wieder zugehörig gefühlt hat?

Ich werde alles daran setzten, nicht in all diese Fallen zu tappen. So ist es dann auch die große Wohnung in Bellavista geworden, die in einem Wohngebiet der eher einheimischen Bevölkerung liegt. Klar, hier sind auch Deutsche ansässig, aber das Leben ist eindeutig spanisch geprägt, die Touristenorte liegen etwas weiter weg. Allerdings arbeite ich dann dort, bin also morgens ungefähr 25 Minuten zu Fuß unterwegs, um ins Touristengebiet zu kommen.

Das dann in der Früh bei ca. 20 Grad und langsam sich blau färbendem Himmel, so gut wie immer. Kein Dauerregen, kein Schneematsch, keine Rollkragenpullover. Herrlich (sorry an alle, die die drei genannten „Zustände“ mögen).

Derzeit durchforste ich meine Kleidung, was also mitkommt, und da ist die Lage ziemlich einfach: Kurze Hosen, T-Shirts, Sportklamotten, zwei formellere Outfits und leichte Schuhe. Mehr braucht man kaum im ewigen Frühling.

Erste Miete und Kaution sind nun bereits überwiesen, die drei Schlafzimmer sind noch einmal von der Vermieterin frisch renoviert worden, was bedeutet, dass die Anmietung eines möblierten Objekts kein Problem darstellen dürfte, neue Betten, neue Couch, neue Küchenarbeitsplatte und neues Ceranfeld lassen wohl keinerlei Igitt-Momente aufkommen.

Ja, es wird immer realer, und ich hätte so gerne noch ein wenig die Weihnachtszeit genossen, denn in diesem Jahr scheine ich doch etwas anfällig für Weihnachtsstimmung zu sein. Sonst bin ich ja doch meist eine Mischung aus Grinch und Rentierzüchter, aber diesmal mag ich den Gedanken an Entschleunigung und Besinnlichkeit, wie immer die auch aussehen mag. Einzig der nahende Umzugstermin sorgt dafür, dass ich es nicht ausleben kann.

Viel zu tun halt, da kommen dann Plätzchen-Treffs zu kurz, Weihnachtsmärkte ebenso, und selbst meinen geliebten Weihnachtsfilm-Schmonzetten habe ich für die Zeit des Endspurts abgeschworen.

Naja, nicht so ganz…

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Empfehlenswerte Weihnachts-Mini-Serie aus Norwegen auf Netflix

Ich habe nichts erwartet, und ich wurde überrascht. Total nett und irgendwie einladend. Nach ein bis zwei Folgen fühlt man sich der Gruppe einander fremder Menschen plötzlich verbunden, die in Norwegen, auf dem Flughafen von Oslo, in einen Schneesturm geraten und für einen Tag und eine Nacht dort stranden.

Die Menschenleben nähern sich an, stoßen sich mutmaßlich ab, finden und helfen sich, alles immer wieder in kleinen, sich abwechselnden Episoden. Nicht wie bei Love Actually, deutlich nordisch-spröder, aber trotzdem hier und da ans Herz gehend.

Das war eine schöne Abwechslung für mich, dem natürlich momentan nur EIN Thema im Kopf herumspukt.

Wie gesagt, wer zu Weihnachten noch eine leicht verdauliche Mini-Serie sucht, die auch noch im Thema bleibt, und nicht (wie so manche US-Weihnachtsfilm-Frechheit) für absterbende Gehirnzellen sorgt, sollte bei „Ein Sturm zu Weihnachten“ mal reinschauen.

 

 

Was die „Stile Auktion“ angeht,

so gab es bislang wirklich regen Zuspruch, das hat mich echt gefreut. Dazu noch so viele herzliche und lobende Kommentare, da möchte ich mich nochmals ganz besonders für bedanken.

Wer also jetzt noch schnell ein Gebot abgeben möchte, kann das gerne tun, denn Jede Leserin und jeder Leser des KK-Blogs (wenn ein Gebot abgegeben wurde) kann eine von zwei Gratis-Boxen gewinnen. Wer also leer ausgeht, hat trotzdem noch die Möglichkeit zu den Glücklichen zu gehören, die ein Paket voller guter Pflegeprodukte von mir erhalten werden, da ich meine Pflegeprodukte-Sammlung vollständig auflöse.

Klick aufs Bild:

 

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Und nun…

…möchte ich Euch wunderbare Weihnachtstage wünschen, Zeit mit den Lieben, und Erholung vom Alltag. Lasst Euch nicht stressen, genießt den Moment, einen Gang herunter schalten. Der Blog macht bis kommenden Mittwoch eine klitzekleine Pause, das ist auch für mich die Möglichkeit nochmals in mich zu gehen, die Zeit und den Wechsel zu reflektieren, und weiter Mut zu schöpfen, für das, was noch kommen mag.

Alles Liebe

KK

 

 

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(Fotos: Konsumkaiser, Netflix. Keinerlei Sponsoring)

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